Faulheit ist nicht Trägheit,
sagte sie
und biss von ihrem dritten Apfel ab. So wie Dummheit nicht mangelnde Intelligenz sondern fehlende Weisheit ist,
flüsterte die andere, die ihr Haar kämmte.
Reismilch ist kein Wasser, stand an der Wand.
Salz kein Ersatz für den Sinn einer jeden Sache.
Meine Töchter, sang da die Köchin in der Küche, lasst die Finger von der Rache.
Schwestern mit roten Nikolaussäcken.
Beide waren vertieft in ihren Lebkuchen mit Schokoloadenüberzug.
Die Ältere versuchte, den Lebkuchen von der Oblate zu essen,
die Jüngere war überzeugt, es ist besser, zuerst die Oblate zu sich zu nehmen.
Sie hatten sich zwei Plätze ganz hinten im Bus ausgesucht, genossen schweigend.
Später begannen sie ein Lied zu singen.
Und da waren Frauen nach der Arbeit, denen große Sehnsucht in die Augen stieg.
Nach so viel Selbstverständlichkeit und Hingabe
und Hoffnungsvorrat, von dem man noch nicht einmal weiß, dass man ihn noch brauchen wird.
Halb geschlossene Feng Shui-Vorhänge und grauer Himmel aus Skorpionen.
Krokodilstränen im Ohrenrausch.
Ascorbin und Sanotint.
Virasana, Zeruya Shalev und über alternde Männer nachdenken.
Gerührtes Joghurt mit grellgelben Klacid-Killern
bei 94 % Luftfeuchtigkeit von spülgemaschinten Esslöffeln.
Im Krebsgang ins Morgengrauen rattern.
Shell by night und Nip Tuck, die Dritte. Und daran denken, dass Kimber
eigentlich immer ein weißer, kleiner, paranoider Psychohund sein wird.
JJ1: großer Respekt vor der Dummheit - ein Muss für empathische Idealisten
und zu Misanthropie tendierenden Zynikern.
Später dann füchsisch Kebabsalat auf des Bruders rauhlederner Schuhspitze entdecken.
Konditorliche Sonntage kommen auch aus Affenhausen im Nebel.
Mit Kürbiskernen Gaiaweihnachtsjacke aus dem 70er-Kleidersack wühlen
und aus Nickisamtpullover ein rotes Bustier schneidern.
Der Verweigerung und der Destruktion verfallen,
im samstäglichen Kaufhaus,
allein,
und sich bei zu viel Dezibel und zu wenig Platz
von der verlorenen Tischabräumerin
Putzmittel in den billigen Topfenstrudel
spritzen lassen.
Sei bescheiden und in Demut - wenn dich jemand verletzt, erkenne sein Unvermoegen und verzeihe.
Versuche nie, deine Traurigkeit zu ignorieren.
Triff deine Enscheidungen ohne Gram und Prahlerei.
Entwickeln sich Dynamiken der Masse, welche auch immer, sei vorsichtig und halte dich zurueck;
wenn du mit dem Laerm gehst, sei dir im Klaren, dass du den Weg zu dir zurueck kennst.